Phishing-Mail erkannt? 10 Warnzeichen, bei denen Sie nicht klicken sollten

Phishing-Mail erkannt? 10 Warnzeichen, bei denen Sie nicht klicken sollten
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Phishing-Mail erkannt? 10 Warnzeichen, bei denen Sie nicht klicken sollten

Phishing-Mails gehören zu den häufigsten Gefahren im Internet. Cyberkriminelle versuchen dabei, an Passwörter, Bankdaten, Kreditkartendaten oder persönliche Informationen zu gelangen. Andere Nachrichten sollen Sie dazu bringen, Schadsoftware auf Ihrem Computer oder Smartphone zu installieren.

Das Problem: Moderne Phishing-Mails sehen häufig erstaunlich professionell aus. Logos, Farben und Formulierungen bekannter Unternehmen werden kopiert und selbst die Absenderadresse kann auf den ersten Blick glaubwürdig wirken.

Umso wichtiger ist es, die typischen Warnzeichen zu kennen.

1. Die Nachricht erzeugt ungewöhnlichen Zeitdruck

Ein klassisches Merkmal von Phishing ist künstliche Dringlichkeit:

  • „Ihr Konto wird heute gesperrt.“

  • „Bestätigen Sie Ihre Daten innerhalb von 24 Stunden.“

  • „Ungewöhnliche Anmeldung festgestellt.“

  • „Ihre Zahlung konnte nicht verarbeitet werden.“

Die Angreifer möchten verhindern, dass Sie die Nachricht in Ruhe prüfen.

Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Öffnen Sie die Webseite des vermeintlichen Absenders selbst über Ihren Browser oder die offizielle App – nicht über den Link in der E-Mail.

2. Sie sollen plötzlich persönliche Daten eingeben

Banken, Zahlungsdienste, Paketdienste oder andere seriöse Unternehmen fordern normalerweise nicht per E-Mail dazu auf, sensible Zugangsdaten direkt zu übermitteln.

Besonders vorsichtig sollten Sie sein, wenn nach folgenden Informationen gefragt wird:

  • Passwort

  • PIN oder TAN

  • Kreditkartendaten

  • Bankverbindung

  • Ausweis- oder persönlichen Daten

Wichtig: Geben Sie solche Informationen niemals über eine Webseite ein, die Sie über einen verdächtigen E-Mail-Link geöffnet haben.

3. Der Absender sieht richtig aus – ist es aber nicht

Der angezeigte Absendername allein sagt wenig aus.

Eine Nachricht kann beispielsweise als

„PayPal Kundenservice“

angezeigt werden, obwohl sich dahinter eine völlig andere E-Mail-Adresse verbirgt.

Prüfen Sie deshalb immer die vollständige Absenderadresse. Ungewöhnliche Domains, zusätzliche Zeichen oder Schreibfehler sind deutliche Warnsignale.

4. Der Link führt zu einer anderen Internetadresse

Ein Button mit der Aufschrift „Jetzt Konto bestätigen“ muss nicht zur Webseite des genannten Unternehmens führen.

Am Computer können Sie mit dem Mauszeiger über einen Link fahren, ohne darauf zu klicken. In vielen E-Mail-Programmen wird anschließend die tatsächliche Zieladresse angezeigt.

Achten Sie besonders auf leicht veränderte Domains und ungewöhnliche Zusätze.

Im Zweifel gilt:

Nicht auf den Link klicken. Öffnen Sie die bekannte Webseite selbst im Browser.

5. Die Anrede ist ungewöhnlich oder unpersönlich

Formulierungen wie

„Sehr geehrter Kunde“
„Hallo Benutzer“
„Sehr geehrter Kontoinhaber“

können ein Warnzeichen sein – insbesondere dann, wenn das betreffende Unternehmen Sie normalerweise mit Ihrem Namen anschreibt.

Allerdings verwenden inzwischen auch Phishing-Mails korrekte Namen. Eine persönliche Anrede ist deshalb kein Beweis dafür, dass eine Nachricht echt ist.

6. Rechtschreibung und Sprache wirken merkwürdig

Früher waren Phishing-Mails häufig leicht an schlechten Übersetzungen und zahlreichen Rechtschreibfehlern zu erkennen.

Das hat sich geändert. Mithilfe moderner Übersetzungs- und KI-Werkzeuge können Betrüger heute sehr überzeugende Texte erstellen.

Trotzdem sollten ungewöhnliche Formulierungen, falsche Firmennamen, merkwürdige Satzstellungen oder ein untypischer Schreibstil misstrauisch machen.

7. Ein unerwarteter Anhang soll geöffnet werden

Besondere Vorsicht gilt bei unerwarteten Anhängen.

Dabei kann es sich angeblich um eine

  • Rechnung,

  • Mahnung,

  • Bewerbung,

  • Bestellung,

  • Versandbestätigung oder

  • Vertragsunterlage

handeln.

Öffnen Sie einen unerwarteten Anhang nicht einfach, nur weil Ihnen der Dateiname bekannt oder plausibel erscheint.

Sind Sie unsicher, fragen Sie beim vermeintlichen Absender über einen bereits bekannten Kontaktweg nach.

8. Eine angebliche Rechnung oder Bestellung ist Ihnen unbekannt

„Vielen Dank für Ihre Bestellung über 749,00 Euro.“

Solche Nachrichten sollen häufig einen Schreckmoment erzeugen. Der Empfänger klickt auf „Bestellung stornieren“ oder „Rechnung prüfen“ – und landet auf einer gefälschten Webseite.

Haben Sie tatsächlich nichts bestellt, sollten Sie gerade deshalb nicht auf den angebotenen Link klicken.

Prüfen Sie Bestellungen direkt im Kundenkonto des jeweiligen Anbieters.

9. Die Mail fordert eine ungewöhnliche Zahlung

Besonders gefährlich sind Nachrichten, die zu kurzfristigen Überweisungen oder Änderungen von Bankverbindungen auffordern.

Das betrifft auch Unternehmen. Betrüger geben sich beispielsweise als Geschäftsführer, Lieferant oder Geschäftspartner aus und verlangen eine dringende Überweisung.

Auch eine scheinbar bekannte E-Mail-Adresse sollte deshalb nicht automatisch Vertrauen schaffen.

Bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen gilt:

Vor der Überweisung über einen zweiten, bekannten Kommunikationsweg nachfragen.

10. Irgendetwas an der Nachricht fühlt sich „anders“ an

Nicht jedes Warnsignal lässt sich sofort technisch erklären.

Vielleicht verwendet ein bekannter Geschäftspartner plötzlich eine andere Ausdrucksweise. Eine Bank fordert etwas, was sie bisher nie verlangt hat. Oder eine vermeintliche Paketbenachrichtigung kommt, obwohl Sie gar kein Paket erwarten.

Nehmen Sie solche Auffälligkeiten ernst.

Ein zusätzlicher Kontrollblick dauert wenige Minuten. Ein gestohlenes Passwort oder ein kompromittierter Computer kann dagegen erheblichen Aufwand verursachen.

Was tun, wenn Sie eine Phishing-Mail vermuten?

Wenn Ihnen eine Nachricht verdächtig vorkommt:

  1. Nicht auf Links klicken.

  2. Keine Anhänge öffnen.

  3. Nicht auf die Nachricht antworten.

  4. Öffnen Sie die Webseite des Unternehmens manuell im Browser.

  5. Prüfen Sie Ihr Kundenkonto oder kontaktieren Sie das Unternehmen über eine bekannte Telefonnummer.

  6. Löschen Sie die verdächtige Nachricht oder markieren Sie sie als Spam bzw. Phishing.

Sie haben bereits auf den Link geklickt?

Ein Klick allein bedeutet nicht automatisch, dass bereits ein Schaden entstanden ist. Entscheidend ist, was anschließend passiert ist.

Haben Sie jedoch ein Passwort eingegeben, sollten Sie es sofort über die echte Webseite des jeweiligen Dienstes ändern. Nutzen Sie dasselbe Passwort auch bei anderen Diensten, muss es dort ebenfalls geändert werden.

Wurden Bank- oder Kreditkartendaten eingegeben, sollten Sie schnellstmöglich Ihre Bank bzw. Ihren Kartenanbieter kontaktieren.

Haben Sie eine unbekannte Datei heruntergeladen oder geöffnet, sollte das betreffende Gerät überprüft werden.

Phishing wird professioneller – Aufmerksamkeit bleibt der beste Schutz

Phishing-Mails sind längst nicht mehr immer an schlechtem Deutsch oder offensichtlich gefälschten Logos zu erkennen. Die Angriffe werden professioneller und können täuschend echt wirken.

Die wichtigste Grundregel bleibt deshalb einfach:

Wenn eine E-Mail Sie unter Druck setzt und gleichzeitig zum Klicken, Anmelden, Bezahlen oder Öffnen eines Anhangs auffordert, prüfen Sie die Nachricht zuerst über einen unabhängigen Weg.

Unsicher bei einer verdächtigen E-Mail?

Wenn Sie nicht beurteilen können, ob eine Nachricht echt ist, klicken Sie im Zweifel zunächst auf nichts. Ein IT-Fachmann kann Absender, Links und Anhänge überprüfen und Ihnen sagen, ob tatsächlich eine Gefahr besteht.

EDV-Service Düsseldorf & Kreis Mettmann
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